Mittsommerjagd2017

"Mittsommerjagd"

Das Musical „Mittsommerjagd“ des Kopfnuss-Theaters, inspiriert von Shakespeares Sommernachtstraum, verspricht einen dreistündigen, quicklebendigen Sinnesrausch bei dem die Gefühle Achterbahn fahren. Das Drehbuch hat Carmen Traßl verfasst, die auch Regie führt. Für die Musikarrangements zeichnet sich die Kopfnussband unter Leitung von Matthias Müller verantwortlich.

Zwei Welten, durch einen dünnen Schleier getrennt, begegnen sich in Mittsommerjagd. Oberon, der König der Elfen wehrt sich vehement gegen jegliche Verbindung mit der Menschenwelt. Seine Gattin Titania indessen fühlt sich magisch von deren Kreativität und den fortschrittlichen Anschaffungen angezogen. Provokativ stellt sie sich und ihren Gemahl die Frage: „Was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr bin? Macht mein Leben Sinn?“ Die Debatten der beiden provozieren eine heftige Ehekrise, in der sie nicht nur ihre Gemeinschaft, sondern den gesamten Wald und die sich zufällig dort befindlichen Menschen auf den Kopf und in Frage stellen. Kobold Puck, Oberons rechte Hand, provoziert eigenwillig weiteres Chaos im Wald, indem er rotzfrech allen den Spiegel vorhält und dadurch die Schwachstellen der einzelnen Lebensläufe an die Oberfläche drängen. Ein lebhaftes „Ringelreihen“ zwischen Elfen und Menschen beginnt, was die Atmosphäre im Elfenwald zunehmend hitziger auflädt und jede Vernunft hemmt. So weiß bald niemand mehr, wer oder was oder mit wem er ist und mühsam aufgebaute Fassaden beginnen zu bröckeln. Auf der Suche nach Bedeutung, Anerkennung und Liebe wird sich selbst bejubelt und über alle Stränge geschlagen, bis schließlich die aufgesetzten Wohlstandsmasken brechen und am Ende doch alles einen Sinn ergibt.