Es ist Zeit Kasper – rien ne va plus

Es ist Zeit Kasper – Der Tod erscheint und möchte einen guten Job erledigen, nämlich die Seele des Brandner Kaspers seiner Bestimmung zuzuführen: nämlich die Höllentherapie bei Lucius, um nach längerem Nachsinnieren und Reflektieren im Soulpool über sein Leben in den globalen Backup gelangen zu können.
Leider hat er nicht mit dem Oberpfälzer Sturkopf Kasper gerechnet, der ihm, tatkräftig unterstützt vom Jägermeister, zwanzig Jahre Weiterleben abkartelt.
Unverrichteter Dinge fährt der Tod auf seiner Harley, gewärmt vom Jägermeister nach oben und beichtet den Himmlischen.Diese ihrerseits kämpfen mit eigenen Problemen und lassen nicht mit sich um das ewige Leben handeln. Es ersinnen ein gelangweilter Chorleiter Michael, ein therapiebedürftiger Höllenverwalter Lucius und ein genussfreudiger Petrus eine Möglichkeit, den Kasper ohne Gewalt nach oben zu bringen.
Derweil tobt in der Oberpfalz das pralle Leben. Brandner kämpft mit allen Mitteln, um seiner Enkelin ihrem Freund und sich ein besseres Leben zu ermöglichen.

Mit viel Musik, Selbstironie und einer Portion Zynismus wird gelebt was das Zeug hält. Wo Menschen sind, da menschelts halt!
Ob und wie der Kasper trotzdem in den Himmel darf, ob sein Enkelkind ein glückliches Leben führt und der Bürgermeister über den Neid auf den Kasper und das Fremdgehen seiner Frau hinwegkommt?

Man darf sich bei diesem Musiktheater von Carmen Traßl, das den Motiven Kurt Wilhelms sehr frei nachempfunden ist, drei Stunden lang den Spiegel vorhalten lassen, bis es heißt:
Ein Leben nur, ein einziges, hat jeder. Rien ne va plus – nichts geht mehr!

3 Gedanken zu „Es ist Zeit Kasper – rien ne va plus

  1. Von Ernst Schmitt – 5. November 2007

    Danke !

    Liebes Kopfnuss-Team, ich habe eine Karte für Eure Aufführung des Brandner Kaspar zum Geburtstag geschenkt bekommen und gestern nach einem vergnüglichen Sonntag-Abend fühlte ich mich doppelt beschenkt: Einerseits die Karte selbst und andererseits drei Stunden Lachen, Schmunzeln und Nachdenken. Ich habe tiefen Respekt vor Eurer Leistung (da selbst am Theater, weiß ich sehr wohl, was es heißt, eine dreieinhalbstündige Vorstellung zu stemmen), Eurem Enthusiasmus und Eurer Spielfreude, die von Anfang bis Ende ansteckend war. Ein dickes Kompliment an den Boandlkramer und den Petrus. Ein ehrliches Danke und aufmunterndes „Weiter – so“ sendet Euch aus München – Ernst

    Mit freundlichen Grüßen – Ernst F. Schmitt SchauBurg – Theater der Jugend – Franz-Joseph-Str.47 – 80801 München

  2. Von einer Zuschauerin aus Pressath:

    „. . . ich habe Tränen gelacht und Tränen geweint . . .“

  3. Von Inge – 19. November 2007

    Großes Kompliment zur Aufführung am Sonntag. Hintersinniger und kurzweiliger wurde ich lang nicht unterhalten. Respekt vor dem Fleiß aller Beteiligten und deren großem Talent, vor allem der Huber. Viel Erfolg weiterhin.

    Ingeborg Fülle-Bayer Regensburg

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